Dienstag, 22. September 2009
Roadtrip in die innere Mongolei
Es passiert hier in Peking viel und Zeit ist knapp, so dass ich leider mit dem Blogg ins Hintertreffen gekommen bin.

Unser Roadtrip in die Innere Mongolei liegt nun auch schon einige wochen zurück. An einem Freitag Abend brachen sieben Daimler Praktikanten und ein wagemutiger chinesischer eco traveler der gleichzeitig den Trip organisiert hatte in die innere Mongolei auf. Wir hatten zusammen einen Ford Transit samt Fahrer gemietet. Um das ganze spannend zu machen sprachen weder der Fahrer, noch der "Tourguide" andere Sprachen außer Chinesisch...

Die Hinfahrt dauerte die ganze Nacht, vieleicht auch weil Fahrer und Beifahrer im Grasland immer mal wieder aussteigen und nach der Straße suchen mussten. (garnicht so einfach auf einer dirt road im dunkeln...)





Leider gab es vor Ort ein kleines Problem, das es in der Gegend öfter geben soll: Die Reservierten Jurten wussten nichts von einer Reservierung, so dass wir uns nach einer anderen Bleibe umtuen mussten, und schlussendlich statt in echten Jurten in Betonjurten übernachteten.

Nach einem typisch Chinesischen Frühstück (kann man nicht so empfehlen - für Europäer doch sehr strange - im Zweifel an die gekochten Eier halten...)
Machten wir uns zu Fuß auf durch eine Landschaft, die an ---dünen errinnert. und Prompt waren wir am Wasser. Aber diesmal war es kein übersetzungsfehler, der uns ans Meer brachte, sondern der größte See in der Gegend.





Wunderschön - zum segeln wäre es, abgesehen von den frischen Temperaturen ideal gewesen da es in der inneren Mongolei, wenn es auch sonst nicht viel dort gibt, immerhin meistens Wind hat.



Die Chinesische Regierung ist gerade dabei das zu ändern, indem sie riesige Windparks aufbaut, was wirklich sinnvoll erscheint, da die Gegend wirklich sehr dünn besiedelt ist.







Am folgenden Tag sind wir noch auf einen Felsen gestiegen, wo es sehr alte Felsmalereien gibt, und man sich vom kalten Wind fast umhauen lassen kann:





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Ausflug ans Meer
Unser inoffizielles Tourenplanungsteam strengte sich an einen Trip in die innere Mongolei zu organisieren. mit dem Bus hin, dort auf eine Insel - klang vielversprechend.

Drei Tage vor Abreise war dann klar wie stark ein Buchstabe sich auswirken kann. Wir fuhren also nicht in die innere Mongolei, es kam viel besser - wir fuhren ans Meer:

Samstag früh morgens ging es wieder mit Taxis los, diesmal zum Treffpunkt wo wir den Rest der Gruppe trafen und zusammen mit dem Bus losfuhren.

Unterwegs sahen wir aus dem Bus neben dieversen überladenen LKW und unzähligen PKW Transportern auch die große Mauer ganz in der Nähe von der Stelle, wo sie in ins Meer mündet.
Unser erster Stopp (abgesehen von den Pinkelpausen) war Xingcheng, eine kleine Stadt mit antiker Befestigungsanlage und netter Fußgängerzone - leider hatten wir hier nur kurz Zeit, da wir ja zum Boot mussten um auf die Insel überzusetzten.









Wir setzten mit der Personenfähre nach Longgongsi über und ließen es uns auf deck gutgehen.














Auf der Insel waren wir in einer super budget Unterkunft untergebracht, die für uns riesige Meeresfrüchteteller auf den Tisch zauberte - und das bei 1,50 für die Unterkunft und 0,50 € pro Essen. Beeindruckend.











Das Meer war 5 Minuten zu Fuß und so beschlossen wir am Abend nochmal an den Strand zu gehen um Lagerfeuer zu machen - hätten wir nicht fälchlicherweise das Bauholz als Althotz klassifiziert und davon einiges verbrannt wäre der Abend auch recht unspäktakulär zu ende gegangen. So hatten wir immerhin mal live die Gelegenheit den Inselpolizisten kennen zu lernen und wie viel Wind Chinesen doch gerne im Wasserglas machen (Ende vom Lied: wir bezahlten ein wenig für die 5 angekohlten Hölzer und damit war die Sache erledigt - das klang zwischenzeitlich sehr anders...)







Um 5 Uhr sind einige von uns aufgestanden, um dem Sonnenaufgang beizuwohnen.
Danach sind einige noch mit Fischern aufs Meer gefahren. Ich hatte im Bus nicht so gut geschlafen, und holte daher noch ein Stündchen Schlaf nach bevor wir uns auf den langen Rückweg machten.
Alles in allem war es ein sehr gelungener Ausflug, der durch die Chinesen in der Reisegruppe stark bereichert wurde. (auch wenn wir die innere Mongolei trotzdem noch nachholen werden)

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